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Sonntag, 29. April 2012
Wish.
In vielen Kindersendungen wird immer diese "3-Wünsche-Regel" praktiziert. Was man auch will, man kann es sich erfüllen. Und meistens greifen die Protaganisten nach großem Hin und Her dann auf den "Weltfrieden" oder sonst was auf. Aber mal ehrlich: welcher Mensch würde so handeln? Die Chance, sich ein erfülltes Leben zu machen, oder irgendwelchen Unbekannten Menschen zu helfen? Es liegt doch schon in der Natur des Menschen, sich auf sich selbst zu konzentrieren, nicht sozial zu handeln. Egoistisch, das ist unser Stichwort, wie für jedes andere Lebewesen auch. Welcher Mensch (mal abgesehen von Jesus) würde sich für andere opfern? Für Leute, die er nicht kennt?
Jede Mutter widerspricht mir da jetzt. "Ich würde mein Leben für mein Kind opfern!" Ja, schön und gut, aber auch für den Penner von nebenan? Wohl kaum. Sich für Menschen, die ihm nahe stehen, zu opfern, ist auch eine Art des Egoismus. Zum ersten sind sie die Einzigen, die es "wert" sind; zum anderen lässt man gerade diese Menschen dann zurück und gibt ihnen ein schlechtes Gefühl, anders müsste man es selbst tragen.
Diese Wünsche-Sache, vergöttert bis ins Mark bei Sachen wie "Tugend" und "Weisheit", ist einfach nur unrealistisch. Es gehört zwar dazu, sie Kindern einzupflanzen, damit sie die Idee von Solidarität ansatzweise fassen können, aber erkennen sollte man im Laufe seines Lebens, dass kein Mensch so handelt. Und sich klar machen, dass man alleine dasteht, falls man solche Gedanken für die Säulen der Welt hält.

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